FinTS, EBICS oder PSD2: Welcher Zugang passt zu deinen Bankkonten?
Vergleiche FinTS/HBCI, EBICS und PSD2 für deine eigenen Bankkonten: Was die Zugänge leisten, wie du sie einrichtest und wann eine REST-API hilfreich ist.
Aktualisiert am
AI generated FinTS verbindet Banking-Software mit deiner Bank. EBICS überträgt unter anderem Kontoinformationen und Zahlungsaufträge für Unternehmen. PSD2 schafft den regulatorischen Rahmen für den Zugriff über freigegebene Drittdienste. Welcher Zugang für deine eigenen Konten passt, hängt davon ab, welche Daten du brauchst und welche Abläufe du selbst betreiben möchtest.
Diese Begriffe beschreiben unterschiedliche Ebenen: FinTS und EBICS sind technische Standards, PSD2 ist eine europäische Zahlungsdiensterichtlinie. Mit „PSD2-Zugang“ sind hier die Bankenschnittstellen für regulierte Drittanbieter gemeint. Die Grundlagen dazu findest du im Artikel Was ist Open Banking?
FinTS und HBCI: Bankzugang aus deiner Software
FinTS steht für Financial Transaction Services und ist die Weiterentwicklung von HBCI, dem Homebanking Computer Interface. Der Standard soll die Kommunikation zwischen Banking-Software und mehreren Kreditinstituten vereinheitlichen. So ordnet es die offizielle FinTS-Seite der Deutschen Kreditwirtschaft ein. Deshalb begegnet dir in Banking-Programmen häufig die Bezeichnung „FinTS/HBCI“.
Deine Software muss die Geschäftsvorfälle und Sicherheitsverfahren unterstützen, die deine Bank für deinen Zugang anbietet. FinTS sieht unter anderem PIN/TAN-Verfahren und Signaturkarten vor; die FinTS-Spezifikation beschreibt diese Verfahren. Kläre bei deiner Bank, ob der gewünschte Kontotyp unterstützt wird und welche Freigaben für den Abruf nötig sind.
Wenn du selbst einen FinTS-Client entwickelst, gehören Protokollverarbeitung, Sicherheitsverfahren und der Umgang mit Bankantworten zu deiner Anwendung. Hinzu kommt die FinTS-Produktregistrierung: Seit August 2019 wird laut FinTS nur registrierten Produkten Zugang gewährt. Prüfe diese Voraussetzung auch bei der Wahl einer Bibliothek.
EBICS: Kontoinformationen und Zahlungsdateien für Unternehmen
EBICS steht für Electronic Banking Internet Communication Standard. Über diesen Standard kann Unternehmenssoftware Daten mit mehreren Banken austauschen. Dazu gehören Überweisungen, Lastschriften, Kontoauszüge und Cash-Management. EBICS unterstützt außerdem mehrstufige Unterschriften und die ortsunabhängige Freigabe von Aufträgen. Die EBICS-Gesellschaft beschreibt diese Einsatzgebiete.
Für den Betrieb brauchst du einen eingerichteten Bankzugang und die passenden Teilnehmerberechtigungen. Die Software erzeugt beziehungsweise verwaltet die Schlüssel und initialisiert den Teilnehmer, bevor Aufträge ausgeführt werden. Diesen Ablauf zeigt beispielsweise das SFirm-Kundenhandbuch im Kapitel zur EBICS-Schlüsselverwaltung. Welche Daten und Auftragsarten deine Bank freischaltet, vereinbarst du mit ihr.
EBICS kann sinnvoll sein, wenn dein Unternehmen bereits eine Zahlungsverkehrssoftware betreibt und Kontodaten sowie Zahlungsdateien in diesem Ablauf verarbeitet. Plane dafür auch die Verwaltung von Teilnehmern, Berechtigungen und Schlüsseln ein.
PSD2: Kontodaten über einen freigegebenen Dienst nutzen
Unter PSD2 können Kontoinformationsdienste mit deiner ausdrücklichen Zustimmung Kontostände und Umsätze deiner Zahlungskonten abrufen. Die Dienste stehen unter Aufsicht; der Zugriff ist an deine Freigabe gebunden. Die Bundesbank erklärt die Rollen von Bank, Kontoinhaber und Drittanbieter.
Für dich als Kontoinhaber heißt das: Du kannst einen unterstützten Dienst verwenden, um deine eigenen Bankdaten in andere Werkzeuge zu bringen. Ein eigenes Skript mit deinen Onlinebanking-Zugangsdaten erfüllt damit noch nicht die Zugangsbedingungen einer PSD2-Schnittstelle. Warum ein Entwicklerportal der Bank nicht automatisch einen API-Key für dein Konto bereitstellt, erklärt unser Open-Banking-Artikel.
FinTS, EBICS oder PSD2: die Unterschiede im Überblick
| Zugang | Typischer Einsatz | Was du klären solltest |
|---|---|---|
| FinTS/HBCI | Banking-Software kommuniziert mit deiner Bank. | Unterstützte Konten, Geschäftsvorfälle, Sicherheitsverfahren und registrierte Software. |
| EBICS | Unternehmen tauschen Kontoinformationen und Zahlungsdateien mit Banken aus. | Bankvereinbarung, Teilnehmerrechte, Schlüssel und freigeschaltete Auftragsarten. |
| PSD2-Zugang | Ein regulierter Dienst liest deine freigegebenen Zahlungskonten. | Bank- und Kontoabdeckung, Freigabe, Datenumfang und Aktualisierungsablauf. |
Beginne bei deinem tatsächlichen Bedarf: Reichen Salden und Umsätze für ein Dashboard, oder betreibt ihr auch Zahlungsverkehr mit mehreren Freigaben? Prüfe anschließend die angebotenen Zugänge deiner Bank und die Funktionen deiner Software. Aus dem Namen des Standards allein folgt keine bestimmte Abdeckung für dein Konto.
Wann eine REST-API für deine Bankdaten hilft
Wenn du deine Kontoumsätze in ein eigenes Dashboard, Ninox oder einen KI-Assistenten übernehmen möchtest, bietet Kontoflux.io eine gemeinsame Zugriffsebene. Du verbindest deine unterstützten Bankkonten; der Bankzugang läuft über finAPI. Danach liest deine Anwendung die importierten Konten, Salden und Umsätze über die Kontoflux.io-REST-API oder den MCP-Server.
Du begrenzt den Zugriff auf die benötigten Daten und eigenen Konten in deinem Workspace. Für die Auswertung zählt der zuletzt importierte Datenstand. Eine solche Anbindung passt beispielsweise zum Abgleich eigener Rechnungen mit Zahlungseingängen.
Mit einem eigenen Konto beginnen
Verbinde ein unterstütztes Konto und prüfe, ob die verfügbaren Umsätze deinen Anwendungsfall abdecken. Die Bank-API von Kontoflux.io kannst du vier Wochen unverbindlich testen.
AI generated
AI generated